Über mich

Ich bin Markus Verweyst, Diplompolitologe und promovierter Philosoph.  Mit Texten, gelesenen, selbst verfassten und auch zu lektorierenden habe ich ziemlich viel Zeit in meinem Leben zugebracht, beruflich, wissenschaftlich, nicht zuletzt aber aus persönlicher Neigung und der Liebe zur Literatur.

Beruflicher Hintergrund ist meine Anfang 2001 aufgenommene und Mitte 2014 beendete Tätigkeit als Produktmanager für einen Wissenschaftsverlag.  Hier war ich von Verlagsseite und in Kooperation mit Herausgeberteams für das Lektorat der eingehenden Texte verantwortlich, ebenso für das werkbezogene Projekt- und Terminmanagement und last, but not least für die Neuentwicklung von Werken im Feld Wissenschaftsdidaktik und -management.  Die Beratung wissenschaftlicher Autorinnen und Autoren gehörte ebenfalls zu meinen Aufgaben.  Hier hatte ich schon Erfahrungen durch eine im Vorfeld der Verlagsarbeit gelegene Tätigkeit für eine Wissenschaftsberatung. Zu meinem beruflichen Alltag gehörte ebenso die Erstellung von Marketingtexten und PR-Darstellungen und das Verfassen weiterer Textsorten. Das Vermitteln und Verdichten von spezifischen Kommunikationsbotschaften für und im Wissenschaftsbereich ist mir daher ebenso geläufig wie das Verfassen von Dokumentationen oder Strategiepapieren.

Während des Studiums war ich immer interdisziplinär interessiert, der politikwissenschaftliche Studienabschluss und die philosophisch basierte Promotion sind ein Beispiel für eine gewisse Spannweite innerhalb des großen Feldes der Geistes- und Sozialwissenschaften. Eine solche Breite bringt Erfahrungen mit bestimmten fachwissenschaftlichen „Sprachen“ und Diskursen mit sich, welche die im Lektorat erforderliche Urteilskraft stärkt.  Wissenschaftslektoren, so meine Meinung,  müssen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren Texte sie bearbeiten, inhaltlich nicht das „Wasser reichen“, sie sollten es auch gar nicht.  Von Vorteil ist es dennoch allemal, wenn Wissenschaftslektoren den Texten aufgrund ihrer Ausbildung inhaltlich verstehend folgen können und sich zudem in unterschiedlichen fachwissenschaftlichen „Sprachgesten“ auskennen.  Und unabdingbar ist selbstredend das Grundverständnis wissenschaftlicher Techniken und Regeln, das ich mitbringe und dessen Beherrschung ich als Promovend mit Auszeichnung (summa cum laude) auch ausweisen kann.

Persönlich ist die berufliche und durch Ausbildung geprägte Nähe zum Thema Text das eine, die Neigung oder gar Passion zum Sujet das andere. Ich bin passionierter Leser und habe immer selbst gern geschrieben. Ich weiß um die Kraft, die gelungenen Texten innewohnen kann, aber auch um die Qualen, die mit dem Schreibprozess verbunden sein können, zumal wenn dieser unter terminlichen Druck stattfindet oder als alles entscheidende Weichenstellung wahrgenommen wird. In beruflicher Hinsicht halte ich es für empfehlenswert, sich den Texten, denen von anderen wie den eigenen, ohne Dünkel zu nähern und weder in Ehrfurcht zu erstarren noch diese per se als verfehlt anzusehen. Texte sind Schöpfungen mit einem bestimmten Ziel, das sichtbar werden muss, und einem vorhandenen Potenzial, das gegebenenfalls freizulegen ist.